Gut, wir dürfen eigentlich nicht so laut schimpfen, haben wir doch bis jetzt noch selber keinen Cache ausgelegt (jetzt, mit über 300 Funden fühlen wir uns zwar reif dafür, wollen aber keinen Hecken- oder Plakatwandcache und brüten somit noch über ein paar Ideen), aber dennoch darf man ja in seinem eigenen Blog frei seine Meinung äußern. Das ist ein großer Vorteil, denn anders kann es bei geocaching.com aussehen. Es gibt Owner, die Notes zu ihrem Cache wortlos löschen, wenn ihnen der Inhalt einer Nachricht nicht schmeckt. So passiert gestern Abend. Ein Owner, deren Caches hier in der Gegend sehr beliebt sind - ja der schon fast der Inbegriff eines guten Lost Place (aber unserer Meinung nach eher lieblosen Caches) ist - setzte mal eben die Schwierigkeitswertung von 4 auf 2,5 herab, weil er Hinweise zu den einzelnen Stationen hinzugefügt hatte und der Cache somit nun nicht mehr so schwer zu finden ist, wie zu dem Zeitpunkt, wo wir vor Ort waren. Wir schrieben also eine kurze Note ins Listing und machten freundlich unserem leichten Unmut darüber Luft. Keine 10 Minuten später wurde die Note vom Owner gelöscht. Nicht nur, dass es nicht fair für die bisherigen Finder ist, die Schwierigkeitswertung so dermaßen herabzusetzen (abgesehen davon, dass jetzt auch dank der ansprechenden 2,5 Sterne Schwierigkeit eine Menge an übermotivierten und LP-unerfahrenen Cachern auf das Areal einfallen wird), wird einem dann auch noch die Meinungsäußerung verboten. Art.5 Abs 1 GG lässt grüßen...
Montag, 31. Mai 2010
Sonntag, 30. Mai 2010
Cachen in Oldenburg
Weiter ging es Richtung Schloßgarten. Bei herrlichem Sonnenschein war tatsächlich Anstehen zum Loggen angesagt. Und vielleicht haben wir sogar zwei jungen Herren das Geocachen schmackhaft gemacht. Die Muggels saßen dort auf einer Bank und fragten sich, wieso da permanent Leute unter die Brücke krabbelten, um dann freudestrahlend "Gefunden" zu rufen.
Nach insgesamt 17 Caches in Oldenburg ging es zurück zum Hotel.
Da wir am Sonntag noch einen Cache in Bad Zwischenahn loggten und auch auf Autobahnraststätten dem Hobby fröhnten, kamen wir an diesem Wochenende auf 20 gefundene Caches und insgesamt im Mai auf 82.
Nach insgesamt 17 Caches in Oldenburg ging es zurück zum Hotel.
Da wir am Sonntag noch einen Cache in Bad Zwischenahn loggten und auch auf Autobahnraststätten dem Hobby fröhnten, kamen wir an diesem Wochenende auf 20 gefundene Caches und insgesamt im Mai auf 82.
Samstag, 22. Mai 2010
Und noch ein Meilenstein
Für heute hatten wir eine "kleine" Radtour Richtung Marzahn geplant. Bei unseren insgesamt etwa 25 mit dem Rad zurückgelegten Kilometern hat die Fahrradhalterung für das GPS-Gerät zum ersten Mal ihren Dienst erwiesen - diese Investion war jeden Cent wert!
Wir wurden davon überzeugt, dass Marzahn wahrlich mehr zu bieten hat als sein Ruf ahnen lässt. Die Natur dort hat wirklich einen Caching-Ausflug verdient. So macht Rad fahren auch in Berlin Spaß.
Natürlich hatten wir auf unserer Route auch einige Cache-and-forget-Statistikpunkte, aber der Höhepunkt im wahrsten Sinne war der Aufstieg auf den Kienberg für unseren 300. Cache dort. Nach einem kleinen Picknick ging es auf zu unserem dritten Letterbox-Cache im idyllischen und fast menschenleeren Marzahner Wiesenpark, bei dem wir auf einem überdimensionalen Holz-Sofa eine weitere Pause einlegten und viele Drachen im Wind beobachten konnten. Vielleicht sollte man zur Erholung einfach mal nach Marzahn fahren?!
Auf dem Nachhauseweg konnten wir dann irgendwie gar nicht mehr aufhören mit dem Cachen.
So haben wir spontan einen Cache ohne Koordinaten gemacht, von dem wir nur in etwa wussten, wo er liegen muss. Der letzte auf unserer heutigen Tour war der 30-LP. Das Finden war kein Problem, nur das Rankommen erwies sich als ziemlich kompliziert. Nach einigen Überlegungen wagten wir mit entsprechender ECGA (von Klingeldraht über Maulschlüssel bis Tesafilm ist schließlich immer alles dabei) den Versuch - MacGyver wäre stolz auf uns! Nachdem dieser (unser 23. Cache an diesem größtenteils sonnigen Tag) dann geschafft war, ging es auch endlich nach 9 Stunden wieder nach hause.
Tja und irgendwann fiel phonic dann auf, dass sein iPhone nicht da ist. Natürlich war der Ton aus, aber ein Vibrieren konnten wir beim Anrufen in der gesamten Wohnung nicht vernehmen. Also per Handyfinder geortet und es lag tatsächlich noch bei 30-LP. Also im Eiltempo angezogen und mit einem der Angelegenheit entsprechendem Fahrstil gen iPhone gerast. Glücklicherweise lag es noch dort. Wir haben uns geschworen, unsere ganzen Utensilien im Cache-Rucksack ab sofort besser zu organisieren, damit sowas nicht mehr passieren kann.
Meilenstein: #300: Marzahner Kienberg (Earth-Cache)
Natürlich hatten wir auf unserer Route auch einige Cache-and-forget-Statistikpunkte, aber der Höhepunkt im wahrsten Sinne war der Aufstieg auf den Kienberg für unseren 300. Cache dort. Nach einem kleinen Picknick ging es auf zu unserem dritten Letterbox-Cache im idyllischen und fast menschenleeren Marzahner Wiesenpark, bei dem wir auf einem überdimensionalen Holz-Sofa eine weitere Pause einlegten und viele Drachen im Wind beobachten konnten. Vielleicht sollte man zur Erholung einfach mal nach Marzahn fahren?!Auf dem Nachhauseweg konnten wir dann irgendwie gar nicht mehr aufhören mit dem Cachen.
So haben wir spontan einen Cache ohne Koordinaten gemacht, von dem wir nur in etwa wussten, wo er liegen muss. Der letzte auf unserer heutigen Tour war der 30-LP. Das Finden war kein Problem, nur das Rankommen erwies sich als ziemlich kompliziert. Nach einigen Überlegungen wagten wir mit entsprechender ECGA (von Klingeldraht über Maulschlüssel bis Tesafilm ist schließlich immer alles dabei) den Versuch - MacGyver wäre stolz auf uns! Nachdem dieser (unser 23. Cache an diesem größtenteils sonnigen Tag) dann geschafft war, ging es auch endlich nach 9 Stunden wieder nach hause.Tja und irgendwann fiel phonic dann auf, dass sein iPhone nicht da ist. Natürlich war der Ton aus, aber ein Vibrieren konnten wir beim Anrufen in der gesamten Wohnung nicht vernehmen. Also per Handyfinder geortet und es lag tatsächlich noch bei 30-LP. Also im Eiltempo angezogen und mit einem der Angelegenheit entsprechendem Fahrstil gen iPhone gerast. Glücklicherweise lag es noch dort. Wir haben uns geschworen, unsere ganzen Utensilien im Cache-Rucksack ab sofort besser zu organisieren, damit sowas nicht mehr passieren kann.
Meilenstein: #300: Marzahner Kienberg (Earth-Cache)
Sonntag, 9. Mai 2010
Rund um den Tegeler See
Die Insel ist mit einer Größe von 13 Hektar die zweitgrößte Insel im Tegeler See. Ein wenig Geschichte zur Insel ist hier zu finden.
Aus den einzelnen Stationen des Caches hätte man mit Sicherheit mehr herausholen können, weil die Insel um einiges mehr hergegeben hat als schnödes Zählen der Gullydeckellöcher. Dennoch ist der Erlebnisraum beinahe einzigartig. Die kleine Fähre bringt einen von der Anlegestelle Saatwinkel in etwa 8 Minuten Fahrzeit zur im Westen der Insel gelegenen Anlegestelle, von wo aus wir die Insel gemächlich in knapp zwei Stunden einmal komplett umrundeten. Auf der Insel befinden sich zahlreiche Wochenendhäuser, aber auch diverse ganzjährig bewohnte Domizile. Die Mehrzahl der Häuser ist in einem liebevoll gepflegten Zustand und stilistisch ist von Backsteinhaus über Schwedenhütte bis moderner Architekten"villa" mit Spiegelfassade alles dabei. Es gibt einen Bootsclub und einen Fuchs, der sich uns tatsächlich zeigte. Leider hatten wir den Fotoapparat nicht schnell genug einsatzbereit.
Es gibt keine geplasterten oder gar geteerten Wege, lediglich Trampelpfade, auf denen uns aber dennoch ein Trecker samt Anhänger und hinterherlaufendem Hund entgegenkam.
So viel Idylle mitten in Berlin hatten wir gar nicht erwartet und sind dementsprechend begeistert von unserem kurzen Ausflug in eine fast schon andere Welt.
Es gibt keine geplasterten oder gar geteerten Wege, lediglich Trampelpfade, auf denen uns aber dennoch ein Trecker samt Anhänger und hinterherlaufendem Hund entgegenkam.
So viel Idylle mitten in Berlin hatten wir gar nicht erwartet und sind dementsprechend begeistert von unserem kurzen Ausflug in eine fast schon andere Welt.
Donnerstag, 6. Mai 2010
Freitag, 30. April 2010
Kein Vogelhaus, aber 'ne Zecke
Gestern brachen wir auf, um den Cache "Kein Vogelhaus" endlich zu beenden. Nachdem wir vor einiger Zeit an Station 2 gescheitert waren, kamen wir gestern recht unproblematisch bis Station 4. Weil wir dort aber schon 1,3 km vom Cachemobil entfernt waren, entschlossen wir uns, dieses umzuparken und die restlichen Stationen von der anderen Seite des Waldes anzugehen.
Wir rechneten also frohen Mutes die provisorisch verlegte Station 5 aus - 1 km sagte das GPS-Gerät. Nach einer Weile machten wir dann an Station 5 Pause, um dann weiter zu Station 5 zu gehen. Ja, so war es leider. Wir hatten uns verrechnet und waren insgesamt 1 km völlig umsonst durch den Wald gestapft, um am Ende wieder an dem Platz rauszukommen, wo wir vorher Pause gemacht hatten. Dafür wurden wir am Ende mit einem tollen Final belohnt. Generell waren die Stationen sehr schön ausgedacht und umgesetzt - ein wirklich empfehlenswerter Cache für wanderlustige Natur-Cacher.
Als "kleine" Nachwirkung fand phonica dann heute morgen eine Zecke, deren Kopf dann nur noch vom Hausarzt entfernt werden konnte. Daraufhin haben wir uns ein wenig belesen und es scheint in der Tat nur ein einziges Antizeckenmittel zu geben, das einigermaßen schützt, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Die nächste Amtshandlung war es dann, rechts in die Statistik einen Zeckenticker einzubauen - auf dass es nicht so viele werden in diesem Sommer!
Wir rechneten also frohen Mutes die provisorisch verlegte Station 5 aus - 1 km sagte das GPS-Gerät. Nach einer Weile machten wir dann an Station 5 Pause, um dann weiter zu Station 5 zu gehen. Ja, so war es leider. Wir hatten uns verrechnet und waren insgesamt 1 km völlig umsonst durch den Wald gestapft, um am Ende wieder an dem Platz rauszukommen, wo wir vorher Pause gemacht hatten. Dafür wurden wir am Ende mit einem tollen Final belohnt. Generell waren die Stationen sehr schön ausgedacht und umgesetzt - ein wirklich empfehlenswerter Cache für wanderlustige Natur-Cacher.
Als "kleine" Nachwirkung fand phonica dann heute morgen eine Zecke, deren Kopf dann nur noch vom Hausarzt entfernt werden konnte. Daraufhin haben wir uns ein wenig belesen und es scheint in der Tat nur ein einziges Antizeckenmittel zu geben, das einigermaßen schützt, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Die nächste Amtshandlung war es dann, rechts in die Statistik einen Zeckenticker einzubauen - auf dass es nicht so viele werden in diesem Sommer!
Samstag, 17. April 2010
Die Stadt im Wald
Unser heutiges Ziel führte uns nach Vogelsang zwischen Zehdenick und Templin: Zur Stadt im Wald. Nach dem 2. Weltkrieg entstand in Vogelsang ein bedeutender Standort der Westgruppe der Sowjetischen Streitkräfte. Die Kaserne Vogelsang wurde 1952 nach offenkundig erbeuteten deutschen Bauunterlagen als Garnison für Truppenteile der Sowjetarmee errichtet. Zeitweise lebten mehr
als 15.000 russische Soldaten und Zivilisten in der "Militärstadt", die neben Wünsdorf die umfangreichste bebaute russische Liegenschaft war.*
Ganz besonders mutig traten wir also heute allein unseren ersten 3,5/3,5er an. Hatten wir doch in kostspieliger Aktion unser Outfit aufgestockt (Schuhe, Spielhosen und Jacken), das nun in der Praxis bestehen sollte.
Die ganze Sache begann mit einem 2km langen Fußmarsch, vorbei an wilden Tieren (Ziegenböcke) war Station 1 recht schnell gefunden; dann hakte es aber auch schon an Station 2. Phonica war zwar mutig einige Meter in die Höhe geklettert, aber dennoch reichte es nur für einen Quereinstieg an anderer Stelle.
Immer wieder knarrte es, Türen fielen zu oder gingen lautstark auf - selbst das Rascheln der stellenweise herunterhängenden Tapeten kann einem ganz schön Angst machen...
Die Koordinaten, die wir an Station 5 fanden, waren leider an entscheidender Stelle nicht
wirklich leserlich, sodass wir natürlich zuerst an einem völlig falschen Ort suchten. Nachdem dies aufgeklärt war, ging es zügig weiter. Es war schnell klar, wo das Final sein sollte. Puh, das war Neuland für uns. Phonic erklärte sich dann bereit und wagte eine vorsichtige Begehung. Auf den ersten Blick war er am Ende, doch der TJ stellte klar: Das war noch nicht das Ende - da ging es erst richtig los. Tief durchamten, Luft anhalten ("Augen zu und durch") und 5 Stunden nach dem Start war es dann endlich soweit und phonic signierte das Logbuch. Stolz, leicht verdreckt und um einige Kratzer auf dem Rücken und Blasen an den Füßen reicher traten wir den Fußmarsch zurück zum Cachemobil an. Unser Outfit war mehr als angemessen und hat dementsprechend den Praxistest bestanden.
Wir hatten einen Cache erwartet, an dem jede Station ein kleines Abenteuer ist, abwechslungsreich gestaltet und in ein Ganzes eingefasst. Vermutlich sind die beliebten Vorzüge der Caches dieses Owners
aber weniger Station für Station ein Erlebnis auf dem Weg zum Final, sondern vielmehr scheint es das Final selbst zu sein, was viele Lost-Place-Liebhaber aus der Umgebung anlockt. Es scheint hier um Überwindung zu gehen, um das Austesten und Überschreiten der eigenen Grenzen. Überwunden haben wir uns auf jeden Fall. Es war ein spannender Nachmittag mit vielen Eindrücken und Erfahrungen.
Auf dem Rückweg nahmen wir dann nur noch zwei Drive-In-Caches mit, die zu unserer Überraschung schöner waren als so mancher Berliner Cache. Auch das bestärkt uns mal wieder, den Cachefokus auf das Umland zu legen.
Ganz besonders mutig traten wir also heute allein unseren ersten 3,5/3,5er an. Hatten wir doch in kostspieliger Aktion unser Outfit aufgestockt (Schuhe, Spielhosen und Jacken), das nun in der Praxis bestehen sollte.
Die ganze Sache begann mit einem 2km langen Fußmarsch, vorbei an wilden Tieren (Ziegenböcke) war Station 1 recht schnell gefunden; dann hakte es aber auch schon an Station 2. Phonica war zwar mutig einige Meter in die Höhe geklettert, aber dennoch reichte es nur für einen Quereinstieg an anderer Stelle.
Immer wieder knarrte es, Türen fielen zu oder gingen lautstark auf - selbst das Rascheln der stellenweise herunterhängenden Tapeten kann einem ganz schön Angst machen...
Die Koordinaten, die wir an Station 5 fanden, waren leider an entscheidender Stelle nicht
Wir hatten einen Cache erwartet, an dem jede Station ein kleines Abenteuer ist, abwechslungsreich gestaltet und in ein Ganzes eingefasst. Vermutlich sind die beliebten Vorzüge der Caches dieses Owners
Auf dem Rückweg nahmen wir dann nur noch zwei Drive-In-Caches mit, die zu unserer Überraschung schöner waren als so mancher Berliner Cache. Auch das bestärkt uns mal wieder, den Cachefokus auf das Umland zu legen.
*Quelle: Stadtportrait Zehdenick
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