Donnerstag, 31. Dezember 2009

Cachen im winterlichen Berlin



Berlin, Schnee, -1C°, die Mütze tief im Gesicht. Die phonics kommen auf die aberwitzige Idee, am letzten Tag des Jahres bei 10 cm Neuschnee cachen zu gehen.

Hausvogteiplatz, Gendarmenmarkt, Nikolaiviertel und Alexanderplatz. Also fuhren wir mit der Ubahn bis zum Hausvogteiplatz, von wo aus wir die restliche Strecke bis zum Alexanderplatz dann zu Fuß auf größtenteils ungeräumten (von Streuen wollen wir mal gar nicht reden...) Wegen zurücklegten. Als der Wind dann immer mehr klirrende Kälte von Osten her brachte, der feine Schnee jede Faser unserer Klamotten eingenässt hatte und die Socken schon drohten, nach all der Feuchtigkeit zu gefrieren, entschlossen wir uns kurzerhand, den Heimweg nach vier gefundenen Caches anzutreten.
Nun gilt es, die Zeit bis 0 Uhr zu überbrücken, um dann spätestens um 0:30 im Bett zu liegen.
An dieser Stelle möchten wir allen Lesern einen guten (nicht wörtlich genommenen) Rutsch in's neue Jahr und ein erfolgreiches und glückliches 2010 wünschen.


Übrigens: In den nächsten Tagen werden bis zu 30cm Schnee erwartet.
Wieso haben wir eigentlich keinen Schlitten?

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Zwei Nüsse für die Phonics (oder so ähnlich)

Zwei harte Nüsse (resp. Caches) konnten wir gestern abend spontan knacken:
Der eine Cache war der an der Samariterkirche, den wir, weil in der Homezone liegend, schon einige Male erfolglos gesucht hatten. Gestern dann reichte es uns und wir baten den Owner um einen Hinweis. Mit diesem (eigentlich nichtssagenden) Hinweis wurden wir dann recht schnell fündig und konnten diese harte Nuss endlich, endlich von der Liste streichen. Ein kleiner Tipp: Hier sind die Koordinaten sehr off und völlig irreführend. Das GPS-Gerät kann man also getrost zuhause lassen und vor Ort sollte man also lieber den Verstand walten lassen...

Besondes stolz sind wir auf den 3,5/1-Mystery "Alles eine Frage des Geschmacks", dessen Lösung uns und phonicas nicht-cachenden Bruder ziemlich viel Spaß bereitet hat. Weil die Koordinaten direkt in der Nachbarschaft lagen, haben wir den also auch kurzerhand geloggt, brauchten aber ein Hilfsmittel, das wir aus einem Blumenkasten leihen mussten. Da hatte es jemand mit dem Zurückverstecken wohl zu gut gemeint...

Im Anschluss machten wir einen Abstecher im Weinsalon, bevor wir recht glücklich und zufrieden wieder zuhause aufs Sofa fielen.

In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

Sonntag, 6. Dezember 2009

Geocaching Entwicklung in Deutschland

Vom 3.10.2000 (erster Cache GC77 ) bis 23.6.2009 (118.591 Caches):

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Geocache löst Polizeieinsatz aus

Wir haben ja schon länger darauf gewartet und nun ist der Obergau eingetreten:
Geocacher müssen Polizeieinsatz bezahlen schreibt die Berliner Morgenpost.
>>Nach dem Polizeieinsatz in Lichtenberg vom Mittwoch könnten auf die Veranstalter des Geocachings finanzielle Forderungen zukommen. Sie hatten bei der Schitzeljagd mit GPS-Geräten eine Plastikdose an einer Straßenbrücke am Bahnhof Lichtenberg versteckt. Daraufhin wurde Bombenalarm gegeben und ein Großeinsatz ausgelöst. Den müssen sie womöglich bezahlen.<<
Der Cachebehälter wurde übrigens geröngt und mit einem Wasserdruckstrahl zerstört.
>>Aus Sicherheitsgründen wurden drei Fern- und Regionalbahngleise sowie zwei Bahnsteige auf dem Bahnhof gesperrt. Auf der Frankfurter Allee wurden zwei Fahrspuren Richtung Biesdorf gesperrt.<< schreibt die Mitteldeutsche Zeitung.

Formulierungen wie "Trendspiel" und "Veranstalter des Geocaching" lassen auch an dieser Stelle mal wieder erahnen, wie wenig Ahnung die breite Masse doch über dieses Hobby hat. Schön ist in diesem Zusammenhang auch die Meldung des Berliner Radiosenders 88,8: >>[Ein Spiel,] das vor allem junge Leute machen, die mit einem Suchgerät versteckte Gegenstände suchen, die GPS-Signale aussenden.<<


Zitat phonic hierzu: "Was macht man als erstes, wenn man eine seltsame Dose mit Drähten findet? Man meldet sich bei geocaching.com an und guckt nach, was das für ein Cache ist" - ist doch logisch, oder? Im Übrigen ist das Mitnehmen von Cachebehaltern regelwidrig, liebe Polizei!
;)

Montag, 23. November 2009

TV-Tipp: Heute, 23:30 RTL

Heute wird auf RTL um 23:30 im Format "30 Minuten Deutschland" das Hobby Geocaching vorgestellt. Leider mit Bibi und Rolli, aber vielleicht ist es ja für den ein oder anderen interessant.

Nachtrag 24.11.09
Es war desaströs.
Die vorgestellten, vermeintlichen GC "Profis" in Hamburg und Frankfurt sind als profitorienterte Eventveranstalter bzw. Fremdenführer cachend unterwegs und lassen den Zuschauer einen seltsamen Einblick in die Welt des Cachens erhalten. Der Profi erklärt, dass es zu einer Ungenauigkeit der Zielkoordinaten kommen kann, weil am Tag, an dem die Koordinaten festgehalten wurden, anderes Wetter herrschte - is klar, oder?
Zuallererst glaubt der RTL-Zuschauer vermutlich nun, dass man Multis generell mit gebundenen, mehrseitigen Heftchen von einem Eventveranstalter lösen kann. Die erste Station führt Bibi und Rolli dann gleich in einen Sexshop - nach GC-Regeln Privatgelände und somit nicht gestattet. Interessant ist auch, dass sie das GPS-Gerät falsch herum halten. Das Final des Multis sind dann zwei Gutscheine, was natürlich auch sehr nah an der Geocaching-Realität ist... Die Fremdenführerin in Hamburg fasst dann in eine von vermutlich jedem Cacher gemiedene "Pinkelecke", um dort den Cache zu heben - natürlich absolut unaufällig. Beim zweiten Cache ist sie nicht erfolgreich: "Hm schade, nicht gefunden, aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen".
Die Reportage strotzte natürlich nur so vor Spoilern.
Bibi und Rolli gehen dann am nächsten Tag in den Wald, um ihren zweiten Cache zu finden. Zugleich wollen sie nun auch ihren ersten eigenen Cache auslegen, auch direkt vor Ort. Inhalt des Behälters: Lauter Kölscher Mist, Autogrammkarten und Schnaps, wo doch Lebensmittel in Caches nicht gestattet sind, ein Mindestabstand eingehalten werden sollte und kein Cacher mit einem Found einen eigenen Cache auslegen sollte...
Fazit: Schlecht recherchiert, kein Informationsgehalt und ein nicht wahrheitsgemäßes Bild vom Geocaching. Denn auch fürs Cachen braucht man durchaus Hirn...

Bleibt nur zu hoffen, dass der gemeine RTL-Zuschauer sowieso kein Interesse an so einem Hobby hat. Danke RTL, ihr habt zumindest euer Image ein weiteres Mal bestätigt, leider auf Kosten dieses tollen Hobbies...

Samstag, 21. November 2009

Ladezeiten Firefox vs. Google Chrome

Oft bin ich ja recht frustriert über die elendig lang dauernde Kartendarstellung auf der Geocachingseite. Noch schlimmer wirds in Stoßzeiten wie Samstag vormittag ;) oder halt abends, wenn alle fleißig am loggen sind. Heute vormittag hats mir dann gereicht und ich hab mir das rote Tuch runtergeladen - Google Chrome. Rote Tuch deshalb, weil mir der Browser eindeutig zu viel mit "Zuhause" plaudert. Nichtsdestotrotz hab ich dann mal geschaut wie lange die Kartendarstellung bei Chrome dauert... Armer, armer Feuerfuchs! Ladezeiten von 20 bis 40 Sekunden im FF (ohne GCVote!) gegenüber 2-3 Sekunden im Chrome dank der V8-Javascript-Engine. So macht das Gucken nach Caches auch wieder echten Spaß. Schwuppdiwupps Geocaching.com im Chrome als Startseite eingerichtet, für mehr muss er ja nicht herhalten...

Montag, 9. November 2009

iPhone vs. GPS Handheld im Härtetest

In Prag wurde meine neue Apfel-Errungenschaft, wie bereits geschrieben, auf Herz und Nieren getestet. Ein abschließendes Résumé soll an dieser Stelle nicht fehlen:

GPS-Empfang:
In den Straßenschluchten Prags hatte das iPhone zwecks GPS Empfang das klare Nachsehen gegen unser Garmin GPS. Das GPS Signal war einfach zu schwach, um nur ansatzweise vernünftig von Geocachen sprechen zu können. Hier versagten gleich 3 Apps, die Geocaching App von Groundspeak mit einer Genauigkeit von 0,5 km, die Navigon-App, die gar nicht mehr funktionierte und MotionX, bei der ich angeblich immer am selben Fleck klebte... Selbst unser Garmin hatte zeitweise zu tun, einen halbwegs passablen Empfang zu erreichen, das iPhone fiel völlig aus. Bedenkt man, dass das iPhone zwar eine nette kleine eierlegende Wollmilchsau ist, die GPS Antenne des Garmin jedoch fast halb so groß wie das ganze iPhone (Die Mindestgenauigkeit beim iPhone beträgt übrigens 17m, beim Garmin 3m.), scheidet es als All-In-One-Gerät in schwierigen Situation aus. Daher 1:0 fürs Garmin

Wetterbeständigkeit
Am ersten Abend hatte es geregnet und wer setzt sein iPhone freiwillig Wasser aus? Niemand! Unser Garmin könnte man guten Gewissens auch in die nächste Pfütze werfen ohne dass es das krumm nimmt. Gibt es Leute die dies auch mit ihrem Handy machen würden? Lange Rede, kurzer Sinn. 2:0 fürs Garmin

Akkulaufzeit
Herje, darüber muss ich fast gar nix verlieren, man kann es sich denken... 3:0 (per Fallrückzieher) fürs Garmin

Wegpunktprojektion
Das kann unser Garmin zwar auch, aber nur auf 100 m genau. Den Ehrentreffer für das Apfel-Team erzielt iGCT. Ein super Tool, das ich nicht mehr missen möchte und das es kostenfrei bei iTunes gibt. Hiermit kann man neben der Umrechnung von römischen Zahlen, Buchstabensummen und Hinweisentschlüsselungen nach ROT13, sehr einfach Wegpunkte projezieren, Strecken berechnen, verschiedene Koordinatensysteme umrechnen und zudem auch Kreuzpeilungen aus Linien und Kreisen erstellen. Ein Genuss und für bestimmte Caches ein Muss! 3:1

Papierloses Cachen
Hier holt das iPhone natürlich den nächsten Anschlusstreffer. Die Möglichkeit, Geocache-Beschreibungen offline mittels der Groundspeak App zu speichern, ist natürlich genial. Vergleichbare GPS Handheldgeräte die diese Funktion bieten kosten aktuell ähnlich viel wie ein gutes gebrauchtes iPhone. Für Caches, die man mal eben schnell machen möchte (ohne Listings abzuschreiben oder auszudrucken), ist dies eine echte Erleichterung. 3:2

Fazit:
Das iPhone kann kein GPS Handheldgerät fürs Geocachen ersetzen und ist dafür sicher auch nicht gedacht, dafür sind die Abstriche in puncto Genauigkeit/GPS Empfang bzw. der Handhabung bei schwierigen Bedingungen und Caches zu gravierend. Für den einen oder anderen Cache zwischendurch ist es durchaus brauchbar und als Tool für paperless Caching auch absolut nützlich. Letztendlich hätten wir alle Prager Caches (bis auf einen...) auch ohne das iPhone gefunden. Hingegen nur mit dem iPhone vermutlich nur sehr, sehr wenige...